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Friedens-Sehn-Suche


Friedens-Sehnsucht - das ist es noch nicht, es ist noch keine Sucht, sondern eine Suche. Friedens-Sehn-Suche. Ja, das ist es. Ich sehne mich nach Frieden, auch wenn ich nicht selber den Krieg erlebe. Ich spüre ihn nur. Nur spüren ist schon viel. Das erste Mal in meinem Leben spüre ich Krieg. Es gibt immer irgendwo auf der Welt Krieg, aber jetzt zum ersten Mal hier in Europa, so nah, so bedrohlich.

Wir sind aufgewachsen mit den Liedern das kalten Krieges, wo besungen wird, dass ein Amerikaner hofft, die Russen lieben ihre Kinder auch. Und jetzt hat ein Russe ein Land angegriffen, mit dem scheinheiligen Vorwand der "Entnazifizierung". Er will Land, Macht, Gewalt. Ihm sind die Menschen egal, ihm sind die Kinder egal, er lebt in seiner Welt und macht den Rest der Welt zu seiner Bühne.

Was für ein Missbrauch. Ja, er nimmt sich die Welt als Bühne für seine kranken Ideen, und wir haben unsere kleine Bühne, um uns auszudrücken. Was sollen wir tun? Was können wir tun? Und warum sollten wir überhaupt etwas tun, wenn wir doch nichts zu sagen haben auf dem internationalen Parkett?

Wir haben erlebt, wie berührt die Menschen waren, die auf dem Rathausmarkt standen und von den Greueln und Gefühlen der Menschen in der Ukraine berichteten. Ich habe mitgenommen, dass es nicht egal ist, was wir hier machen. Denn die Welt schaut auch uns zu - vielleicht nicht so viele und sicher nicht so weitreichend. Aber wenn wir auch nur einem Menschen helfen, einen Moment des Lichtblicks und der Menschlichkeit in diesem ungerechten Krieg zu spüren, dann war es das doch wert! So geht es mir doch auch, wenn ich etwas getan habe und man in Gedanken bei mir ist - oder auch real bei mir ist: Die Nähe, das Mitgefühl und zu wissen, dass man nicht allein ist im Kampf, das stärkt. Überlassen wir die Bühne nicht den Despoten und Zerstörern, sondern zeigen wir, wer wir sind und wofür wir stehen! All we are saying, is give peace a chance

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