• Theater Allround

Unerwünschte Nebenwirkungen



Ja, er ist hinfort, der Siegmund vom Seiden. Und die Frauen trauern um ihn.

Was für eine Reise bis hierher! Wir haben geprobt, gelitten, gelacht und gelernt. Nun ist es vollbracht, unser Stück steht, wir spielen diesen Freitag noch einmal im Integralis Institut und dann? Keine Ahnung, aber das soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die Frauen um Siegmund trauern. Wir machen uns auf die Suche nach weiteren Spiel-Plätzen, denn wir sind ermutigt und sicher, dass noch mehr Menschen erleben wollen, wie der Mann, der die Frauen liebte, seine letzte Ruhe findet.

Was für eine Freude, endlich raus zu gehen und zu spielen. Endlich echtes Publikum, keinen Bildschirm vor sich zu haben. Die Stimmung könnte nicht besser sein, und trotz aller Euphorie wissen wir auch, dass dies nur eine Station von vielen ist und sein wird. Wir haben uns in der Pandemie gegründet, haben uns immer wieder den Umständen angepasst und jetzt endlich dürfen wir ernten, was wir so lange gesät, gehegt und gepflegt haben. Danke an unser Publikum, danke an alle Teilnehmenden, dass ihr nicht aufgegeben habt. Danke, dass ihr trotz aller Zweifel dabei geblieben seid und diesen Weg bis hierher mutig und engagiert gegangen seid!

Und wie heißt es so passend: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Gedanklich ist die nächste Station schon anvisiert. Im Januar werden wir im Bürgerhaus Barmbek spielen, auf der Bühne im großen Saal. Diese Herausforderung ist wieder ganz anders, ganz neu und wie alles nehmen wir es mit Humor und viel Herzblut. Wir sind ein Haufen Theaterliebender, die alle ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Theater gemacht haben und die doch alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben: Wir wollen unsere Gäste berühren, sie zum Nachdenken bringen, aus dem Alltag entführen und vielleicht auch ein klein wenig glücklicher machen. Wenn wir das auch nur bei einem schaffen, dann haben wir schon viel geschafft - uns selber macht Theater glücklich, und das darf jeder und jede sehen. Kommt zu uns und lasst euch anstecken von unserem Glück, Theater zu erleben.

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